Die Stiftung | Historie

Das heutige Haus Maria-Rast an der Steinfelder Straße wurde 1913/1914 als Eisenbahnererholungsheim gebaut. Schon wenige Monate nach seiner Eröffnung wurde es aufgrund des 1. Weltkrieges zweckentfremdet und diente als Heilstätte für verwundete Soldaten.

1936 wurde das Haus von den Nationalsozialisten übernommen und als Gauschule der Deutschen Arbeitsfront genutzt. Zum Ende des 2. Weltkrieges wurden alte und kranke Flüchtlinge und Vertriebene in dem Gebäude untergebracht.

1946 kamen die ebenfalls vertriebenen Grauen Schwestern von der Heiligen Elisabeth aus Schlesien in das Haus und übernahmen die Pflege und Versorgung der Kranken.
Mit Stiftungsurkunde vom 26.2.1947 wurde vom damaligen Bischöflichen Offizial Dr. Johannes Pohlschneider die Stiftung Maria-Rast errichtet, an deren Spitze ein ehrenamtliches Kuratorium stand. Durch öffentliche Fördermittel wurde die Stiftung Eigentümerin des Gebäudes und des dazugehörigen etwa 3 Hektar großen Grundbesitzes.
Das Gebäude befand sich nach dem Krieg in einem desolaten Zustand. Mit einem ersten Erweiterungsbau im Jahre 1951 wurden die räumlichen Standards erheblich verbessert. Dies ermöglichte die Nutzung eines Teils des Hauses als Müttergenesungsheim mit 25 Plätzen. Im Jahre 1977 wurde die Müttererholung aus wirtschaftlichen Gründen wieder eingestellt.
Im Laufe der Jahre wurden mehrere Baumaßnahmen durchgeführt. Nach dem letzten Erweiterungsbau im Jahr 2005/2006 werden heute ausschließlich komfortable Einzelappartements bereitgestellt. Bis 1992 oblag die Leitung des Hauses den Ordensschwestern, welche sich dann aus Altersgründen aus dieser Verantwortung zurückziehen mussten. 1995 entschied sich die Ordensleitung aufgrund des Nachwuchsmangels zur Auflösung des Konvents.
Im Jahr 2001 wurde das Haus Am Ohlkenberg als zweite Einrichtung der Stiftung in zentraler Lage eröffnet. Im gleichen Jahr war es gelungen, indische Herz-Jesu-Schwestern für den Dienst bei der Stiftung zu gewinnen. Heute gehören sechs Ordensfrauen zum Mitarbeiterteam.

Im Überblick

  • 1913 Baubeginn des Eisenbahnererholungsheimes, heute Haus Maria-Rast
  • 1914 Einweihung des Eisenbahnererholungsheimes
  • 1914-1918 Nutzung als Heilstätte für verwundete Soldaten
  • 1936 Übernahme durch die Nationalsozialisten
  • 1936-1945 Nutzung als Gauschule durch die Deutsche Arbeitsfront
  • 1945-1946 Aufnahme von alten und kranken Vertriebenen, hauptsächlich aus Schlesien und Südtirol
  • 1946 Dienstaufnahme der Grauen Schwestern v.d.Hl. Elisabeth, ebenfalls vertriebene Ordensschwestern
  • 1947 Übergabe an den Caritasverband
    Errichtung der Stiftung Maria-Rast durch den damaligen Bischöflichen Offizial Dr. Johannes Pohlschneider zum Zwecke der Altenhilfe
    Caritasdirektor Hans Watermann wird zum Kuratoriumsvorsitzenden ernannt
  • 1951 Erster Erweiterungsbau
  • 1952-1977 Teilweise Nutzung des Gebäudes als Müttergenesungsheim
  • 1970/1971 Zweiter Erweiterungsbau (Osttrakt)
  • 1981 Dritter Erweiterungsbau (Nordtrakt)
  • 1995 Auflösung des Schwesternkonvents
  • 1998/1999 Vierter Erweiterungsbau (Aufstockung)
  • 2001 Eröffnung Haus Am Ohlkenberg
  • 2001 Dienstaufnahme der indischen Herz-Jesu-Schwestern
  • 2005/2006 Dritter Erweiterungsbau Haus Maria-Rast (Südtrakt)
  • 2006 Eröffnung Cafe Ausblick
  • 2007 Eröffnung der Tagespflege Damme
  • 2010 Eröffnung Tagespflege Neuenkirchen

Bilder: mit freundlicher Genehmigung aus dem Buch "Damme im Kaiserreich"
( Wolfgang Friemerding/ Ludger Migowski)

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